September 4, 2008 von cocofilm
Mittwoch, 3.9.
Morgendlicher kurzer Flug von Cusco nach Lima über die Cordilleren – nach 3 Wochen mal wieder ausreichend Sauerstoff in der Atemluft! Ansonsten empfängt uns trübes, feuchtes Wetter und Nieselregen. Wir beziehen ein nettes Hotel im Kolonialstil im angesagten und sicheren Stadtteil Miraflores. Besuch im Goldmuseum. Kurze Pause im Hotel, anschließend Essen bei Astrid & Gaston, Perus Bocuse, köstlich, hier können wir uns das leisten.
Donnerstag, 4.9.
Heute Stadtrundfahrt, eher bedrückend, das Zentrum leidet noch unter dem Terrorismus in den 90-er Jahren. Beeindruckend dann wieder das archäologische Museum und der Convent San Francesco.
Friedrichs neue Kleider: Alpaka-Pullover, der Winter kann kommen. Letztes gemeinsames Abendessen mit der Gruppe.
Freitag, 5.9.
Gegen 10 Uhr – in einer halben Stunde – werden wir abgeholt. Die Rückreise beinhaltet Stopps in Caracas und Rom, 40 Stunden werden wir unterwegs sein.
Drei Wochen Bolivien und Peru – wir haben Vieles gesehen und Tolles erlebt. Nur den Kondor, den haben wir verpasst!

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September 3, 2008 von cocofilm
Dienstag, 2.9.
Um fünf Uhr klingelt der Wecker. Eine halbe Stunde dauert die Busfahrt, die über 20 Schleifen den Dschungelberg hinauf führt. Wir beeilen uns, um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen. Vom Mirador aus erleben wir (wir sind dabei nicht die Einzigen), wie der Schleier der Nacht von den grünen Hängen von Machu Picchu fällt. Ein grandioser, anstrengender Tag schließt sich an, der wie gestern mit einer Fahrt in einer der berühmtesten Bahnlinien der Welt zu Ende geht.



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September 3, 2008 von cocofilm
Montag, 1.9.
Heute geht es von Cusco aus nach Aguas Calientes, dem Ausgangspunkt für Besuche von Machu Picchu. Auf dem Weg sehen wir das oberhalb von Cusco gelegene Heiligtum Saqsaywaman und zwei weitere Inka-Städte im ‘Heiligen Tal’ der Inkas. Wir erfahren, wie Francisco Pizarro nach dem ‘Vorbild’ von Cortés den letzten Inka-König täuschte und schließlich beseitigte. Und wie das komplexe Gemeinwesen des größten Reiches in Südamerika in wenigen Jahren unterworfen wurde. Bis auf eine Stadt namens Machu Picchu.


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September 1, 2008 von cocofilm
Die Altstadt von Cusco ist ein absolutes Highlight unserer Reise. Neben den mächtigen, fugenlosen Mauern der Inka-Paläste findet sich eine auf einem nahezu perfekten Gitterraster geplante, spanische Kolonialmetropole, deren Bauten dem europäischen Vorbild in nichts nachstehen.
Sonntag, 31.8.
Szenen einer Stadt: die Sonntagsparade, christliche Kirchen auf Inka-Heiligtümern, Plätze mit Vergnügungen für das Volk, …




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September 1, 2008 von cocofilm
Dass die 400 Kilometer nach Cusco im Luxusbus neun Stunden dauern, liegt an den fünf Stopps, die die peruanische Touristenagentur dabei einlegen lässt.
Samstag, 30.8.
Heute hat unser Patenkind Luna in Rostock nicht nur Geburtstag, sondern auch ihre Einschulung. Viel Freude dabei, liebe Luna, wir denken an Dich!
Leider darf man nur selten in den Inka-Monumenten, Kirchen und Museen fotografieren. Und so bleibt v.a. die Passhöhe von La Raya mit 4.330 Meter in Erinnerung, nicht nur wegen des zahmen Alpacas, mit dem Friedel sich gut unterhalten hat. Ob die auch spucken, wenn sie genervt sind, war mangels Sprachkenntnissen im hiesigen Qechuan nicht heraus zu bekommen. Erwähnenswert ist der Paß, weil er eine kontinentale Wasserscheide darstellt und der hinter Doro zu sehende Gletscher eine der Quellen des Amazonas ist. Eindrücklich sind auch die Inka-Ruinen von Raqchi, einem Verkehrsknotenpunkt am Inka-Trail. Neben hunderten von Lagerhäusern für Lebensmittel aus allen Teilen des Großreiches, stehen hier auch die Reste eines 16 Meter hohen Wiracocha-Tempels (dem von den Inkas verehrten Sonnengott). Gegen 17 Uhr empfangen uns die eher schäbigen Ausläufer von Cusco, dem ehemaligen Zentrum des Inka-Reiches, das auch die Spanier zur Hauptstadt des Vizekönigreiches Peru machten.



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August 29, 2008 von cocofilm
Puno gilt als ‘Folklore-Hauptstadt’ Perus, aber Erleben kann man das nur während des Karnevals. Wir sehen eine kleine, gegenüber bolivianischen Verhältnissen besser entwickelte Stadt, die touristisch vor allem als Ausgangspunkt für Touren über den Titicacasee Bedeutung hat.
Freitag, 29.8.
Frühmorgens geht es auf ein Ausflugsboot, das uns in den Puno vorgelagerten Binsengürtel bringt. In dem Flachwassergebiet leben die Nachfahren der Uros auf schwimmenden Inseln, die aus dem Wurzelwerk der Binsen bestehen. Für die 45 Familien sind die Touristen die wichtigste Einnahmequelle, ein Besuch im Binsenhaus mit Solarpanel ist schnell arrangiert. Die Bekanntschaft mit Pedro und seiner Familie ist nur von kurzer Dauer. Weiter geht es, mit einer sichtbar erholten Dorothea, zur Insel mit den strickenden Männern – Taquile. Das stimmt auch, obwohl unser Foto nur webende Frauen zeigt.
Seit zwei Stunden sind wir nun zurück von der Tour und genießen unser schönes Hotelzimmer und den kostenlosen Internetzugang. Gleich wird noch Geld ausgegeben für seidenweiche Alpaca-Schals und anschließend geht es zu ‘Oscar’ zum Abendessen mit Folklore. Morgen steht mit Cusco die einstige Hauptstadt des Inka-Reiches als Ziel fest.
Jetzt haben wir mit unseren Berichten tatsächlich die Gegenwart erreicht. Diesen vergänglichen Glücksmoment möchtem wir auch dazu nutzen, uns für die vielen Wünsche und Kommentare zu bedanken! D&F




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August 29, 2008 von cocofilm
Wir übernachten in Japapi, einem kleinen Dorf auf einem Hügel der Sonneninsel. Die 120m Höhenmeter des Aufstiegs mit Handgepäck und Tagesrucksack schlauchen ganz schön. Die Esel, die unsere Koffer herauf schleppen, sind nicht zu beneiden.
Mittwoch, 27.8.2008
Wir legen einen Ruhetag in Japapi ein. Es wird gelesen und geschlafen, die Erholung tut nicht nur Dorothea gut. Der Blick ist atemberaubend. Aber sobald die Sonne (gegen 18 Uhr) untergeht, wird es kalt.
Nach dem einfachen Abendessen (es gibt Hühnchen, Lachsforelle oder Omelett zur Auswahl) verziehen wir uns mit Wärmeflaschen unter gefühlte 30kg an Bettdecken.
Donnerstag, 28.8.
Friedel wirkt am Morgen seines 51. Geburtstages noch etwas verschlafen, obwohl er kalt (na, sagen wir handwarm) geduscht hat. Die Reisegruppe, mit der wir unterwegs sind, hat frische Blumen, Kerzen, und einen noch backwarmen Sandkuchen (mit Orangead) organisiert. Mit Ständchen und vielen Wünschen (auch in Form von einheimischen Talismännern) geht es gestärkt ins neue Lebensjahr.
Bei 4-5 Windstärken gegenan geht es mit dem kleinen Fährboot zurück nach Copacabana. Kleinbusse bringen uns bis zur peruanischen Grenze, die wir schließlich zu Fuß überqueren.



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August 29, 2008 von cocofilm
Das ist die Bedeutung von Titi (Puma) und caca (Stein, grau). Der Puma aus Stein ist ein Felsen am Nordende der Isla del Sol, der größten Insel im Titicacasee. Das Eiland gehört noch zu Bolivien, das sich den riesigen (Bodensee x13) und tiefen (250m) See mit Peru teilt. Sein Wasser weist erhöhten Salzgehalt auf (der See friert nicht zu), und lädt mit gefühlten 12 Grad nicht gerade zum Schwimmen ein.
Dienstag, 26.8. – Auf dem Weg zur Sonneninsel machen wir bei dem Aymara-Bootsbauer Halt, der die Kontiki für Thor Heyerdahl gebaut hat. Copacabana (das heißt Seeblick in der Aymara-Sprache, und ja: es hat auch dem Strand in Rio den Namen gegeben – aber das ist eine längere Geschichte) ist der wichtigste Wallfahrtsort des Landes. Von hier aus legen die Fähren zur Sonneninsel ab.



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August 28, 2008 von cocofilm
Montag verlassen wir La Paz nach Norden. In Tiwanacu gibt es die archäologisch bedeutendste Ausgrabung Boliviens zu bestaunen. Friedel ist in seinem Element. Noch sind die riesigen Stufenpyramiden erst ansatzweise zu erkennen. Als das Heiligtum vot mehr als 2000 Jahren begonnen wurde, lag es noch am Ufer des Titicaca-Sees. Heute ist das Ufer 25km weit weg. Im 12. Jhd., mit dem Erstarken der Inkas, wurde Tiwanacu aufgegeben.

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August 28, 2008 von cocofilm
Die Stadterkundung beginnt mit der Kirche San Francesco, deren Fassade und Ausstattung durch die Mischung aus christlichen und Indio-Motiven geprägt wird. Die synkretischen Stilelemente geben die tatsächliche Religiösität wieder, wie der Gang über den Hexenmarkt beweist. Die Mutter Erde (pacha mama) hat mindestens so viel Einfluß wie die Kirche. Nach einigen Museen geht es zum original Wiener Schnitzel ins ‘Vienna’. Die beste Mousse au Chocolat westlich des Atlantik zu Kaffeehausmusik und livrierten Kellnern. Und dann treffe ich Christof auf der Straße. Ein Zeichen! Christof ist Kameramann und hat mit mir fünf Filme gemacht. Er dreht einen Spielfilm am Titicaca-See. Wir verabreden uns im gemütlichen Café Ciudad. Am Nachmittag gehe ich ins fast ausverkaufte Stadion. ‘Bolivar’ gewinnt im Lokalderby 4:2 über ‘The Strongest’. Bewundernswert, wie die Burschen 90 Minuten in dieser Höhe durchhalten.


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